Masurenforschung



Masuren, gelegen in der nordöstlichen Region Polens, grenzt an die russische Enklave Königsberg und war der südliche Teil des ehemaligen Ostpreußen, ursprünglich bewohnt von den preußischen Stämmen der Sudauer und Galinder. Der Name Masuren ist ethnographischer Natur und hat möglicherweise nichts mit dem südlicher liegenden ehemaligen Herzogtum Masowien zu tun, obwohl manche meinen, von dort seien die Masuren eingewandert. Seit dem 13. Jahrhundert, mit Beginn der gewaltsamen Christianisierung, wurde Masuren ein Teil des Deutschen Ordens. Nach der Selbstauflösung des Ordensstaates (1525) gehörte Masuren zum Herzogtum (später Königreich) Preußen, bis Preußen (1871) ein Teil des Deutschen Reiches wurde. Masuren ist kein geografisch eindeutig festgelegtes Gebiet. Allgemein wird aber gesagt, dass es im Sechseck Lyck (Ełk), Johannisburg (Pisz), Sensburg (Mrągowo), Rastenburg (Kętrzyn), Angerburg (Węgorzewo), Treuburg/Oletzko (Olecko) liegt. Es umfasst also die großen Seenplatten mit Loetzen (Giżycko) und Nikolaiken (Mikołajki) in der Mitte und der Johannesburger Heide (Puszcza Piska) im Süden. Diese Grenzung wird durchaus auch weiter gefasst.

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